Wasser lebt

Gerade in der sommerlichen Wärme

ist Wasser trinken angesagt. Während in normalen Zeiten Wasser verächtlich zur Seite geschoben wird, heißt es im Sommer immer: „Ja, besonders im Sommer bei der sommerlichen Wärme, muss man viel Wasser trinken! Sonst trocknet man aus!“

Letztens wurde ich aus einer Facebook – Gruppe fast mal wieder rausgeworfen, als ich einer Dame empfahl, dass sie mehr Wasser trinken möge. Der Gruppenadministrator schrieb, dass ich unbewiesene Theorien verbreiten würde. Es wäre ungesund mit „1 Liter Wasser auf 25 kg Körpergeruch.“

Was hatte ich geschrieben?

Ich hatte geschrieben, dass man unter normalen Wetterbedingungen sowie normalen Lebensumständen die Faustformel benutzen kann: 1 Liter Wasser pro 25 kg Körpergewicht.

Natürlich gibt es auch eine andere Rechenart, die besagt, dass man zwischen 30 ml bis 40 ml pro Kilogramm Körpergewicht zusätzliche Flüssigkeit zu sich nehmen soll. Unter dieser Flüssigkeit ist immer stilles Wasser gemeint. Dazu später mehr in einem anderen Beitrag.

Bei 70 kg Körpergewicht würde es bedeuten, dass man zwischen 2,1 Liter bis 2,8 Liter Wasser trinken soll.

Die notwendige Menge ausrechnen

Natürlich ist es sinnvoll, die notwendige Menge an zusätzlichem Wasser auszurechnen. Ein jeder wird verstehen, dass jemand der 60 Kilogramm wiegt einen geringeren Grundumsatz hat als jemand der 120 Kilogramm wiegt. Somit ist eine pauschale Aussage, dass täglich zwischen 2 bis 3 Liter zusätzlich getrunken werden sollen, nicht zielführend.

Wasser heißt leben

Damit der Körper seine Aufgaben erfüllen kann, benötigt er ausreichende Flüssigkeit. Sonst dehydriert er, der Körper.

Dehydratation heißt, dass er austrocknet. Er geht ein wie eine Primel, wenn er kein oder zu wenig Wasser erhält. Mit zu wenig freier Flüssigkeit wird dem Körper die Möglichkeit genommen, seine Aufgaben zu erfüllen. Deswegen ist eine tägliche Flüssigkeitszufuhr notwendig.

Körperliche Folgen

Trinkst Du täglich zu wenig Wasser, dann schaltet der Körper seinen Sparmodus ein.

Dieses ist vergleichbar mit Deinem Konto. Hast Du viel und ausreichend Geld, dann geht es Dir gut. Kannst Dir alles kaufen, was Dein Herz begehrt. Du bist rundherum glücklich, vor allem weil alles bezahlt ist.

So ist es auch in Deinem Körper. Das Gehirn steuert und verteilt sozusagen alles. Es ist die Schalt- und Waltzentrale. Ist der Körper gut mit Wasser gefüllt, weiß er genau: Wasser heißt leben.

Erhält er zu wenig Flüssigkeit, so schaltet er den Sparmodus ein und nun geht es ihm so, wie bei Deinem Konto.

Körperliche Folgen bei Wassermangel

Einige kennen wir so meist aus eigener Erfahrung.

Ich zähle nun einige auf. Die Liste ist nicht vollständig.

# Kopfschmerzen, Migräne

# Konzentrationsschwäche

# Müdigkeit

# rotes Gesicht, Hitzewallungen

#einen schweren Kopf haben

#gereizt sein

#deprimiert sein

# niedergeschlafen sei

# Übergewicht

# Herzversagen

# Verstopfung

# Sodbrennen

# Schwindel

# Faltenbildung

# trockene Haut

# Arthrose

# Kreuzschmerzen

# Gelenkschmerzen

Mittlerweile empfehlen Herzspezialisten, dass vor dem Schlafengehen ein Glas Wasser getrunken werden soll.

Dr. Batmanghelidj hat  in seinen Büchern noch zahlreiche weitere Krankheitsbilder dem Wassermangel zugeordnet.

Mir persönlich wackelten nur die Ohren, da mir so manches in Erinnerung kam.

Mit den Worten von Pfarrer Sebastian Kneipp möchte ich diesen Beitrag schließen:

“ Es gibt kein gesünderes und besseres Heilmittel als Wasser!“

 

Mit Zahnschmerzen in den Regen

 

Vor einigen Wochen las ich in einem Pfarrer Kneipp Buch. Er beschrieb, dass er zufällig eine Familie besuchte.

Der jüngste Sohn hatte seit einigen Tagen Zahnschmerzen. Deswegen empfahl er ihm mit nackten Füßen 30 Minuten bei Regenwetter hinauszugehen. Pitschnass trat der Junge wieder ins Haus. Er strahlte über das gesamte Gesicht.

 

Freudestrahlend und hüpfend berichtete er, dass seine Zahnschmerzen weg sind.

So etwas soll Regen bewirken? Diese Frage stellte ich mir skeptisch.

Es regnet

 

„Schaffe ich es Regen und Zahnschmerzen zum selben Zeitpunkt zu buchen?“ fragte ich mich.

Nun, so dachte ich nicht mehr weiter darüber nach und genoss die Tage. Auch den Bericht aus dem Kneipp – Buch hatte ich schon längst vergessen.

 

Eines Morgens wachte ich auf. Ich hatte unwahrscheinliche Zahnschmerzen auf der rechten Seite. Der Blick nach draußen verhieß kein gutes Wetter und sowas im Hochsommer.

Ich werkelte mal hier und mal da und? Genau die Zahnschmerzen wurden immer schlimmer.

Bei einem Blick nach draußen, stellte ich fest, dass ich ein Regenrohr befestigen musste. So zog ich mir meine Regenjacke und verkrümelte mich barfuß in den Garten. Keine drei Schritte und ich war pitschnass.

Was soll es? Weitergehen! Als ich am Regenrohr ankam, lief mir das Wasser nur noch das Gesicht runter. Mit den Füßen stand ich knöcheltief im Wasser.

Zahnschmerzen ade

 

Wie gesagt, lief das Wasser meinen Körper runter. Nun klatschte der Regen so runter, dass ich mich unterstellte. Als der Regen langsam aufhörte, sprang ich wie ein Kleinkind in den Pfützen hin und her. Welch‘ Freude bereitete mir dieses. Jubelnd und gut gelaunt ging ich zurück ins Haus.

Voller Energie erzählte ich allen von meinem nassen Erlebnis. Und wisst Ihr was?

Die Zahnschmerzen gehörten der Vergangenheit an.